Wir sind die Initiative Kreuzkirche. Wir schaffen, pflegen und organisieren den nötigen Raum für gute Ideen, für offene, soziale, ökologische und spirituelle Projekte, verwurzelt im Quartier.

Die Initiative Kreuzkirche ist ein gemeinnütziger Verein, der für die Kircheninsel im Mirker Quartier eine Nutzung organisiert, die der ganzheitlichen Bildung und der Quartiers- und Stadtentwicklung dient. Wir sind Engagierte der Mirke, aus Wuppertal und aus der Umgebung mit dem Wunsch, uns allen einen Ort (zurück) zu geben: zum Begegnen, zum Lernen, zum Experimentieren, zum Wirken, zum Spielen.

Wer wir sind

Der Verein wird durch den dreiköpfigen Vorstand vertreten:

  • Dr. Holger Kreft (Vorsitz)
  • Andreas von Thienen (Schatzmeister, stellvertretender Vorsitzender)
  • Paul Gerhard Sinn (Schriftführer)

Ihr könnt uns über folgende Mail-Adresse erreichen: vorstand@initiative-kreuzkirche.de

Wie wir uns sehen

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die nach einer Phase der Ungewissheit von der Diakonie Wuppertal die vorläufige Möglichkeit bekommen hat, die Kreuzkirche (offiziell Diakoniekirche) mit einem neuen Konzept zu füllen. Zur Zeit stellt die Dakonie uns dazu die gesamte Kircheninsel mit dem Gebäude und der Fläche drumherum zur Verfügung. Sie übernimmt sämtliche Betriebskosten. Ein Hauptnutzer der Kirche ist seit 2010 – also schon für einige Jahre vor der Gründung der Initiative – die Wuppertaler Stadtmission. Ihre Angebote sind Seelsorge und Nothilfe, Mittagsgebet, Mittagstisch, Lebensmittelverteilung und Inselcafé sowie die festen Programmpunkte im Jahreslauf »Winterglühen« und »Sommerblühen«.

Die Kreuzkirche soll weiter geöffnet, entwickelt und erhalten werden als ein lebendiger Begegnungs-, Bildungs- und Entwicklungsort. Umweltschützendes, kulturelles und soziales Engagement aller Bürgerinnen und Bürger im Quartier wird von uns gefördert, ebenso wie eine niederschwellige integrierende Spiritualität. Neue Formen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung lassen sich hier erproben. Menschen werden zur Selbstermächtigung ermutigt – gleich welcher Herkunft und Prägung. Daher wollen wir die BewohnerInnen des Quartiers und engagierte Initiativen zunehmend einbeziehen, wenn es darum geht, die Kirche mit neuem Leben zu füllen und dadurch positiv auf die Quartiersentwicklung einzuwirken. Die Verantwortung dafür wollen wir auf möglichst viele Schultern verteilen.

Unbestimmt ist noch, wie wir dieses Nutzungsmodell »Ermöglichungsraum« in Zusammenarbeit mit der Eigentümerin Diakonie Wuppertal und der Nutzerin Stadtmission auch materiell absichern und insbesondere die Betriebskosten finanzieren können. Wir führen Gespräche darüber, in welcher Weise sich dies verwirklichen lässt. Dieser ergebnisoffene Klärungs- und Entwicklungsprozess wird bis September 2020 im Rahmen des – vom Land NRW geförderten – Projektes »Zukunftskonzept Kirchenräume« unterstützt.

Was wir tun

Unser Ziel, die Entwicklung und der Erhalt des Gebäudes und die Nutzung der Räumlichkeiten mit einem möglichst breiten Spektrum von Aktivitäten, bedingt, dass die Initiative sich mit vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten beschäftigt. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Erfordernissen.

Aufmerksamkeit schaffen

Am Beginn stand die Aufgabe, den Ort Diakoniekirche als öffentlichen Raum für die Menschen des Quartiers zu erhalten. Es galt, darauf aufmerksam zu machen, dass ein Gemeinschaftsort von historischer und städtebaulicher Bedeutung droht für die Wuppertaler*innen verloren zu gehen. Jetzt bewerben wir den Möglichkeitsraum Kreuzkirche, machen unsere Ideen bekannt, finden neue Mitstreiter, und verankern uns in der Nachbarschaft.

Eine Gemeinschaft bilden und eine Vision finden

Die Kreuzkirche ist offen für alle Menschen, für unterschiedlichste Menschen. Unsere vielen und vielseitigen Perspektiven haben wir in einer gemeinsamen Vision zusammengeführt und sie zum Konzept für die weitere Nutzung des Gebäudes gemacht (s. Leitbild). Der Prozess ist damit jedoch nicht abgeschlossen: Wie die Kirche ist auch das Konzept offen und soll ständig angepasst und weiterentwickelt werden.

Organisieren und verwalten

Für die Zusammenarbeit mit der Eigentümerin der Kirche und anderen Institutionen hat sich als notwendige rechtliche Struktur der gemeinnützige Verein Initiative Kreuzkirche e.V. gegründet. Für die Zukunft gilt es, den Wunsch nach einem offenen, flexiblen Raum zum Experimentieren für und durch uns alle, mit einem Finanzierungskonzept zu verbinden, um den Ort zu bewirtschaften, zu entwickeln, und einst vollständig übernehmen zu können.

Koordinieren der Angebote (Projekte)

Die Initiative wünscht sich, dass viele unterschiedliche Menschen und Gruppen den Möglichkeitsraum Kreuzkirche mit ihren Aktivitäten und Angeboten füllen. Dafür arbeiten wir organisatorisch und inhaltlich, mit Blick auf gesetzliche Bestimmungen, die Pflege des Raumes und unser Leitbild, mit den Anbieter*innen der Projekte und Veranstaltungen in der Kreuzkirche zusammen.

Entwickeln des Ortes (Bauliches)

Der Verein ist nicht Eigentümer der Immobilie, wir bereiten allerdings eine Ertüchtigung und Entwicklung der Kirche für den Moment vor, wenn die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen und die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Bis dahin setzen wir kleinere Maßnahmen um, die die Nutzbarkeit des Raumes erhöhen: in den Jahren 2018 und 2019 haben wir den Boden ausgebessert und die Sitzbänke zum großen Teil beseitigt. Später einmal wollen wir mobile und flexible Sitzgelegenheiten erwerben.

Die beschriebenen vielgestaltigen Aufgaben werden zurzeit von den Mitgliedern des Vereins mit großem Engagement ehrenamtlich in ihrer Freizeit geleistet. Deshalb wünschen wir uns neue Unterstützer*innen, die am Gelingen der Idee mitwirken. Jede und jeder ist willkommen – unabhängig von der Größe des Beitrags!

Unsere Historie

Die Geschichte unserer Initiative beginnt im April 2017. Da beschließt die Diakonie Wuppertal, die Kreuzkirche – DiakonieKirche genannt – zu verkaufen. Betroffen sind bedürftige Menschen aus dem Quartier, für die die Wuppertaler Stadtmission dort im Gastraum unter der Orgelempore seit sieben Jahren drei Mal die Woche ein Mittagessen sowie sozialen und religiösen Beistand anbietet. Betroffen sind auch die engagierten Nachbar*innen, die den Inselgarten um die Kirche seit drei Jahren ehrenamtlich gestalten und bewirtschaften.

Es regt sich Widerstand im Team der DiakonieKirche, bei den Gärtner*innen des Inselgartens und bei Nachbar*innen im Mirker Quartier, an dessen Ende heute die Initiative Kreuzkirche e.V. mit der Diakonie als engagiertem Partner steht. Sie wehren sich gegen die Privatisierung eines Gebäudes, das mit seiner Lage und Funktion und in seiner langen Geschichte immer den Bewohner*innen des Quartiers gedient hatte – und sie können überzeugen.

Aus der ersten Idee eines »Dorfplatzes Kreuzkirche« wächst Schritt für Schritt das Konzept eines nicht abschließend definierten Möglichkeitsraumes für vielerlei Angebote aus dem Quartier und aus der Stadt – und für das Quartier und für die Stadt. Ein Raum, der offen, sozial, spirituell und in der Nachbarschaft verwurzelt sein (und bleiben) soll. In der Initiative entsteht eine Brücke zwischen den Zielen der evangelischen Kirche, dem Auftrag der Diakonie und dem sozial-ökologischen Engagement der Stadtgestalter*innen, wie es im Quartier u. a. von der Alten Feuerwache, vom Forum:Mirke und von Utopiastadt beispielhaft (und beispiellos) gezeigt wird.

Im April 2018 gründet sich die Initiative Kreuzkirche als Verein. Ein Jahr nach der Entscheidung der Diakonie, die Kreuzkirche zu verkaufen, ist dieser Beschluss ausgesetzt. Ein halbes Jahr später ist die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt und es erfolgt die Eintragung ins Vereinsregister. Die selbstgewählte Aufgabe in Zusammenarbeit mit Diakonie, Stadtmission und anderen Partner*innen ist die Instandsetzung und Pflege der Kreuzkirche als öffentliches Raumangebot für das Quartier, sowie die Schaffung einer Infrastruktur, die die belebende Nutzung durch viele und verschiedenste Projekte erst möglich macht – und einer inhaltlichen Grundlage, die die Angebote ideell verbinden soll.

Seitdem hat die Kreuzkirche zahlreichen guten Ideen einen Raum und ein Zuhause gegeben. Es gab und gibt Kindertanztheater, Filmvorführungen, Lichtinstallationen, Kunstausstellungen, Malkurse, Kochkurse, Schülerkonzerte, Vorträge und Vortragsreihen, Universitätsprojekte und Bürgerbeteiligungsverfahren. Und die Stadtmission setzt ihre nun fast zehnjährige Tradition der gemeinsamen Mittagessen, Essensausgaben, Mittagsgebete und Gottesdienste fort.