Die Kreuzkirche ist für uns und durch uns ein Raum der Möglichkeiten und ein Raum der Begegnungen: für die Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Mirker Quartier, für ganz Wuppertal und seine Bürgerinnen und Bürger, für alle Menschen, die Freude an einem offenen, sozialen, spirituellen und verwurzelten Ort haben.

Die Mirker Kreuzkirche als Raum der Begegnung – das verspricht schon die kleine Straßenkreuzung, in deren Mitte das Gebäude auf seiner grünen Insel thront: Hier treffen Menschen und Leben aufeinander. So wollen wir unseren Raum verstehen: Nicht so sehr als Kirche eines christlichen Kreuzes, sondern als Haus zwischenmenschlichen Kreuzens.

Die beiden Straßen, die sich an der Kirche begegnen, verbinden die Stadt Wuppertal im ehemaligen Elberfelder Rathaus, die Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz davor, die Utopisten im Bahnhof Mirke und ganz am südlichen Ende der Achse die Studierenden und Lehrenden an der Universität Wuppertal mit dem Leben im Mirker Quartier.

Die Kirche ist umgeben vom Inselgarten, der von Freiwilligen aus dem Quartier bestellt und gepflegt wird. Vor dem Eingang der Kirche gibt es einen kleinen gepflasterten Vorplatz von ca. 120m² Fläche mit Blick auf die Stadt. Daneben besteht die Abstellmöglichkeit für 4 Pkw oder 30 Fahrräder.

Im Innern der Kirche gibt es einen beheizbaren Gastraum für bis zu 40 Personen mit einer Aufwärmküche. Hier bietet die Wuppertaler Stadtmission an drei Tagen in der Woche einen offenen Mittagstisch an. Der Zugang zu den sanitären Anlagen erfolgt durch das Kirchenschiff.

Der Kirchraum ist für bis zu 199 Personen nutzbar und verfügt über zum Teil festmontierte Holzbänke an den Seiten, sowie eine große flexible Freifläche in der Mitte des Kirchenschiffs, für die eine teilweise Bestuhlung vorhanden ist.
Die sanitären Anlagen für Damen und Herren sind barrierefrei erreichbar. In diesem Teil des Gebäudes gibt es zurzeit keine Heizung, dadurch ist die Nutzungsmöglichkeit im Winterhalbjahr eingeschränkt.

Die Kreuzkirche ist ein Raum der Begegnung und der Möglichkeiten. Sie ist, was wir mit dir daraus machen.










Zur Historie des Gebäudes

Die größer gewordene lutherische Gemeinde in Elberfeld beschloss 1847 den Bau einer zweiten Kirche. Als Bauplatz wurde eine kleine Erhöhung nördlich der geschlossenen Bebauung Elberfelds gewählt. Der volkstümliche Name Hippenkirche soll von dieser Lage (Hippe – „Erhöhung“) oder von den um die Kirche herum grasenden Ziegen, im Dialekt ebenfalls Hippe, herrühren. Einige Gemeindemitglieder trugen durch Spenden beträchtlich zu den Baukosten von 24.000 Talern bei, allerdings unter der Auflage, „dass die auf dem Grundstück zu erbauende Kirche stets Eigentum der evangelisch-lutherischen Gemeinde bleibt und eine andere Gemeinde, die nicht auf dem Boden der Augsburgischen Konfession und der übrigen Bekenntnisschriften der Lutherischen Kirche steht, niemals Eigentümerin der Kirche werden kann“. Wer den eigentlichen Entwurf für die Kirche erstellt hat, ist unsicher. Einfluss auf die Pläne nahm zumindest beratend der Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler, die Bauarbeiten leitete ein Stadtbaumeister Heuse. Die Kirche konnte am 15. Mai 1850 eingeweiht werden und fasste ursprünglich Sitzplätze für 1032 Personen.

1927 wurde der Innenraum der Kreuzkirche durch Arno Eugen Fritsche tiefgreifend umgestaltet. Die prächtige gotische Innenausstattung wurde durch eine neobarocke Kanzelwand ohne Schalldeckel ersetzt und das Gestühl in Richtung der Kanzel gestellt. Den Zweiten Weltkrieg übersteht die Kirche mitsamt großen Teilen der Elberfelder Nordstadt weitgehend unbeschadet, nur die Fenster gehen verloren. Nach 1945 wurde der Innenraum erneut umgestaltet, wobei die Kanzel seitlich des Chores positioniert und das Gestühl wieder in gerader Richtung mit einem neuen Mittelgang umgestellt wurde; die Sitzplatzanzahl betrug nunmehr noch 800. Ein vorläufig letztes Mal wurde die Kirche 1955 umgestaltet, wobei die neobarocke Innenausstattung zugunsten einer schlichten, hellen Holzausstattung mit einfacher Kanzel und Altar entfernt wurde.

Aus Wikipedia Diakoniekirche (Wuppertal) vom 3. Sep. 2019